Home
Über mich
Best of Red Sea
Ägypten UW
Thailand UW
Indonesien UW
Philippinen UW
Mauritius UW
Bilder
Videos
Taucherfreunde
Wracks
Tauchausbildung
Unterwasserzeichen
Logbuch
Der Hai
Die Schildkröte
Der Delfin
Länderinfos
Links
Toplisten
Forum
Gästebuch
Awards
Kontakt
Disclaimer
Datenschutz
Impressum
Sitemap



„STOP SALES“ 

 Die Aufklärungskampagne

Die Nachfrage nach Haiprodukten steigt weltweit dramatisch an. Nichts scheint die Ausrottung der Tiere noch aufhalten zu können. Haie werden derzeit um ein vielfaches schneller gefangen als sie sich vermehren können. Die meisten Arten erreichen erst nach vielen Jahren ihre Geschlechtsreife (Dornhai z.B. erst ab ca. 25 Jahren), wo sie dann in Abständen von zwei oder mehr Jahren nur wenige Nachkommen produzieren.

Haiprodukte
Der Hai – ein schwimmender Supermarkt !


Fast alles an einem Hai lässt sich verwerten.
Vom Gebiss, das bei Sammlern teilweise astronomische Preise erzielt, bis zu den Knorpeln aus denen fragwürdige Krebsmedikamente gefertigt werden.

 Die Übersicht unten zeigt die wichtigsten Bereiche.

Das Hauptproblem bei den meisten Haiprodukten ist, das die Haie entweder nur für die Flossensuppe, den Haiknorpel, das Fleisch oder die Zähne gefangen werden. So ist es schon fast schon eine extreme Verschwendung wertvoller Resourcen, wenn z.B. beim Finning (so bezeichnet man das Abschneiden der Flossen, bei zumeist noch lebenden Tieren) der gesamte Restkörper einfach wieder ins Meer gekippt wird.

Das gefürchtete Tier Hai wird auch vom Menschen millionenfach gegessen, früher noch unter verschleiernden Bezeichnungen, wie Schillerlocke, Karbonadenfisch, Speckfisch oder Seeaal – heute geht es direkter zur Sache. Makohai- oder Blauhai-Steaks liegen offen ausgezeichnet in den Kühltheken der Supermärkte.

Die Überfischung der Weltmeere hat den Hai wieder tischfähig gemacht. Die Marketingmaschinen der
Fischindustrie laufen auf Hochtouren und auch die übrige Industrie lässt sich nicht lumpen. Gesteuert durch
eine weltweite Mafia laufen täglich Fangboote in Costa Rica bis hin zu den Malediven aus – mit dem einzigen
Ziel, Haie zu töten und Teile davon zu verwerten. Ob Knorpelpulver in mexikanischen Fabriken verarbeitet 
      wird oder Finnenverarbeitung in indischen Fabriken - die internationale  
Jagd auf den Rohstoff Hai ist in
vollem Gange. Über 200 Millionen Tiere pro Jahr, so schätzen Fachleute, sterben durch gezielte Jagd und Beifang.

Restaurants & Supermärkte:
Ob das China-Restaurant oder die Kneipe an der Ecke. Viele Restaurants, Stehimbisse, Kantinen und Snackbars bieten in der letzten Zeit vermehrt Haiprodukte an.

Bei Haiflossensuppe und Haisteak ist es offensichtlich was es ist, doch wie die nachfolgende Liste zeigt, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, um Haifleisch besser verkaufen zu können:


Deutsch:
Seeaal, Schillerlocken, Kalbsfisch, Speckfisch, Karbonadenfisch,
Königsaal, Steinlachs, Seestör

Englisch:
flake, huss, rock salmon, rigg, sea ham
Amerikanisch:

steakfish, grayfisch, whitefisch, cape steak
Französisch:
chiens, petite, roussette, rande roussette, taupe, veau de mer
Spanisch:
gallina del mar, alo rosado
Italienisch:
palombo, smeriglio, gattucci, spinaroli, cani spellati
Griechisch:
Galeos

Haiflossensuppe, Haifleisch/Hai-Steak gelten nicht nur in Asien, sondern auch in Europa und Amerika als Delikatesse. Es gibt große lokale Variationen, welche Haiarten zum Verzehr angeboten werden, dennoch gibt es einige Arten, welche gleichermaßen gut auf allen Kontinenten zu vermarkten sind. Dies sind i.d.R. der Heringshai, Mako, Fuchshai sowie die der kleineren Hunds- und Dornhaie auf Grund ihres weitaus niedrigeren Harngehaltes im Blut (1.570mg%).

Mode, Schmuck und Souvenirs:
Haileder wurde früher gerne als Schleifpapier oder für Schwertgriffe eingesetzt.

Einige Haiarten liefern das Rohmaterial für das "Boroso-Leder". Dieses Leder hochglänzend und befreit von den Hautzähnchen, wird eingesetzt um Luxusartikel wie Mappen, Gürtel, Handtaschen und Geldbeutel, Schuhe, Cowboystiefel, Uhrenarmbänder, Schatullen und Besteckkästen, Trommelbespannungen, Pistolenhalfter oder gar Griffe für Motor-/Fahrräder herzustellen.

Die Haie, die für das Enthäuten gefangen werden, dürfen vorher nicht ausgeweidet oder eingefroren werden

Kosmetik:
Das Öl aus der Haileber (Squalen) findet man in Salben, Cremes, Selbstbräuner und Haarfärbemittel wieder.

Das Kollagen für Faltencremes, Gesichtsmasken, etc. gewinnen manche Hersteller (vermehrt seit der BSE-Krise) auch aus Knorpelskeletten von Haien und Rochen.

Gesundheit (Nahrungsmittelergänzung):
Haileberöl (Vitamin A), Haiknorpel in Form von Pulver od. Kapseln versprechen dem Benutzer einen wundersamen Energiepool.
Es gibt aber auch Produkte die als Antikrebsmittel vertrieben werden. 'Haie bekommen keinen Krebs' - mit dieser Aussage, ließ Dr. William L. Lane einen Hoffnungsschimmer für Millionen verzweifelter Krebspatienten aufblitzen...doch die Studien Lanes konnten bis heute von keinem unabhängigen Klinikum bestätigt werden.

Tierfutter:
Ingredienzien in Tierfutter, (Haileberöl - Omega3-Fettsäuren), oft auch Bestandteil von Fischmehl

Sonstige (Industrielle) Nutzung:
Haiöl in Bereichen der Feinmechanik, Haimehl als Düngemittel und zur Gewinnung von Klebstoffen, Konserviert als Ausstellungsstücke an Schulen und Universitäten, Haileber wird manchmal mit anderer Nahrung gemischt und von den "Garnelelandwirten" in Aquakulturen benutzt.

Aquaristik:
Im Bereich Meerwasseraquristik gilt die Haltung von Haien als Herrausforderung. Richtlinen gibt es keine. Aus diesem Grund verenden Jahr für Jahr zahlreiche Haie, die entweder falsch gehalten werden oder zu groß geworden sind...

(Quelle:Sharkprojekt)

to Top of Page