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Die Tragödie der Delfine

Allein 20.000 Delfine finden bei regelrechten Massakern und durch die umweltfeindliche Fischerei mit Schleppnetzen jährlich den Tod und drohen für immer vom Angesicht dieses Planeten zu verschwinden.

Die größten Massaker finden in Japans Gewässern statt

Mehr als 400.000 Kleinwale und Delfine wurden in den letzten 20 Jahren vor Japans Küsten getötet. Eine Studie von PRO WILDLIFEs englischer Partnerorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) belegt, dass in diesem Zeitraum allein eine Viertel Million Dall-Hafenschweinswale den Harpunen und Messern japanischer Fänger zum Opfer fielen. Hinzu kommen u.a. etwa 20.000 Streifendelfine, 15.000 Große Tümmler, 12.000 Grindwale, 4.700 Risso’s Delfine und mehr als 20.000 Fleckendelfine. Delfine und Kleinwale sind nach japanischem Recht nicht geschützt. Zwar gibt es inzwischen offizielle Fangquoten, jedoch fehlen jegliche Kontrollen, dass diese auch eingehalten werden. Außerdem gibt es keine Auflagen für die Tötungsmethoden. Entsprechend grausam ist die Art, wie die Tiere getötet werden.

In vielen Regionen werden die Familienverbände (auch „Schulen“ genannt) mit Motorbooten in eine Bucht getrieben. Eisenhaken werden wahllos in die Tiere gerammt, um sie so an die Boote zu ziehen. Dann werden die Delfine mit Seilen, die um die Schwanzflossen geschlungen werden, angelandet und auf Lastwägen verladen. Trotz schwerer Wunden leben die meisten noch und werden erst nach dem Transport in Schlachthäuser getötet. Eine andere Fangmethode ist die Handharpune, mit der die Tiere vom Boot aus noch im Wasser aufgespießt werden.  Augenzeugen berichten, dass bei manchen Treibjagden versucht wird, die Tiere regelrecht zu ertränken, indem man das Auftauchen der Delfine zum Luftholen verhindert.

Delfinfleisch als Billigersatz für Walprodukte

Seit durch das Walfangmoratorium von 1986 die kommerzielle Jagd auf Großwale verboten ist, beschafft sich Japan zwar unter dem Deckmantel des „Wissenschaftswalfangs“ mehr als 500 Minkewale (gehören zu den geschützten Großwalen) jährlich. Doch mit diesen Tieren kann die immense Nachfrage nach dem als Delikatesse und Gesundheitsförderer beliebten Walfleisch und -Speck nicht gedeckt werden. Entsprechend ist die Jagd auf Kleinwale und Delfine als Ersatzquelle gesteigert worden. Hinzu kommt, dass die japanischen Fischer  in Kleinwalen und Delfinen eine Konkurrenz um die Fischbestände sehen, die durch die industrielle Fischerei hoffnungslos zusammengebrochen sind. Japan versucht mit allen Tricks, das Fang- und Handelsverbot für Großwale aufzuheben und den Schutz von Kleinwalen und Delfinen zu verhindern. Der Fang von Kleinwalen und Delfinen ist weitgehend unselektiv: Nachdem die Bestände der Streifendelfine in den japanischen Gewässern um mehr als 90 % gesunken waren, schlug die Internationale Walfangkommission Alarm und forderte von Japan ein sofortiges Ende dieser Jagd. Der Wissenschaftsausschuss der IWC stufte die Populationen als hochbedroht ein, mancherorts seien sie bereits möglicherweise ausgerottet.

Dass die japanischen Fangzahlen für Streifendelfine in den Folgejahren zurückgingen, lag allerdings wohl eher daran, dass diese Tiere nur noch selten aufzufinden sind. Doch schnell war Ersatz gefunden: Seit 1986 hat sich der jährliche Fang von Dalls Hafenschweinswalen mehr als verdoppelt. Wiederholte Aufforderungen der IWC, die derzeitigen Fangzahlen auf maximal 10.000 Tiere zu reduzieren, werden von Japan bislang ignoriert.

(Quelle:Prowildlife)

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